Personensuche als WordPress-Projekt

Seit einige Jahren betreibt eine Gruppe von Frauen und manchmal auch Männern um die Autorin Eva Siebenherz („Tränen aus Eis“) einige Webseiten zur Personensuche, wobei der Ausgangspunkt die Suche von und nach Personen war, die durch die deutsche Teilung und besonders durch die Praxis der Zwangsadoption in der DDR bis zur Wiedervereinigung kaum eine Chance hatten zueinander zu finden. Es wurden die Webseiten www.suchpool-ddrbuerger.de speziell für DDR-Fälle entwickelt sowie die Seiten www.personensuchpool.de für die internationale Suche und die Seite oevvp.at für Vermisstenanzeigen der österreichischen Polizei. Der leider sehr früh verstorbene Lothar Baier hatte das Konzept auf der Basis von WordPress entwickelt. Seit Juni/Juli 2010 habe ich die technische Betreuung des Projekts übernommen und einige konzeptionelle Änderungen vorgenommen, die besonders auf  die Vereinfachung der Pflege und auf eine fast automatische Erstellung der Suchanzeigen zielte. Ein primäres Ziel war dabei, die Suche aus den 3 genannten Aspekten (DDR, International, Vermisstenanzeigen) auf eine Webseite zu vereinigen. Für die oevvp.at ist das noch nicht abgeschlossen. Diese zentrale Webseite ist nun http://personensuchpool.de.

Der Grundgedanke, Suchanzeigen als Artikel darzustellen und sie mit Hilfe des Kategoriensystems taxonomisch zu erfassen, ist dabei erhalten geblieben. Mit dem heutigen Wissensstand würde man sie vielleicht als  Custom Types darstellen, aber da sehr viele plugins verwendet werden, die auf  dem klassischen Kategoriensystem aufsetzen, war die Gefahr zu groß, dass einige wichtige Features nicht mehr funktionieren.

Was unterscheidet nun diese Personensuchseite von vielen anderen Seiten dieses Typs:

  1. Sorgfältige Redigierung der Suchanzeigen durch das Suchpoolteam
  2. Kategorisierung der Suchanzeigen und damit die Möglichkeit der Suche auf Sicht, anders ausgedrückt:
    man wirft nicht nur einfach einen Namen in ein Suchformular (das kann man auch) sondern man kann fallbezogen blättern und sich alle relevanten Anzeigen anschauen
  3. Da alle Namen in suchmaschinenfreundliche URLs eingebettet sind, findet man alle Anzeigen auch über Google und Co. Sie sind also nicht in einer Datenbank versteckt.
  4. Was vielleicht erst eine Art Notbehelf war, WordPress zu nehmen, stellt sich nun als Stärke heraus: suchende und gesuchte können automatisch in sozialen Netzwerken erscheinen und werden damit auch leichter gefunden.

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