Wozu CMS?

Schritt für Schritt werden statische Websites (HTML-Seiten) von dynamischen Seiten verdrängt, genauer gesagt: von solchen dynamischen Seiten, die von Content-Management-Systemen (CMS) erzeugt werden. Wer sich schon einmal die Mühe gemacht hat, sich den Quellcode einer aufgerufenen Webseite anzuschauen (s. Ansicht/Quellcode), wird aber nur feststellen, dass die Seiten nur so wimmeln von HTML-Ausdrücken und dennoch bezeichnen wir einen Teil solcher Seiten als dynamisch (besser: dynamisch erzeugt) und den anderen als statisch. Das hat nun nichts damit zu tun, ob auf den Seiten viel Bewegung ist, zuckende Bildchen, laufende Schriften o. ä. Der Unterschied ergibt sich daraus, wie die Seite entsteht: die dynamische Seite wird auf dem Rechner des Providers (Server) erst im Augenblick des Abrufs erzeugt und als HTML-Code an Ihren Rechner geschickt, während die statische Seite schon fix und fertig auf dem Server liegt (evtl. schon seit der der ersten Erstellung der Website)und darauf wartet, abgerufen zu werden. Als Beispiel für eine typische dynamische Seite können Sie Ihre Kontoumsätze nehmen: Fast jedes Mal gibt es andere Zahlen, wenn Sie nach Ihren letzten Umsätzen fragen. Das lässt sich natürlich nur realisieren, wenn die entsprechende Webseite erst in dem Augenblick zusammengebastelt wird, wenn Sie danach fragen. Auf Vorrat werden keine Seiten erstellt.

Dynamische Webseiten sind also immer dann von Vorteil, wenn sich der Inhalt immer mal wieder oder auch ständig ändert. Dabei spielt es gar keine Rolle, ob diese Änderungen durch äußere Einflüsse geschieht (Geld wird überwiesen, die Temperatur wird gemessen und an eine Webseite übermittelt, ein neuer Eintrag wird in ein Webtagebuch, sprich Blog, geschrieben, einen Artikel in einen Warenkorb gelegt usw. ) oder ob Sie selbst Ihre eigenen Webseiten sozusagen von Hand ändern wollen. Ein Satz gefällt Ihnen nicht mehr, ein Bild muss ausgetauscht werden, ein Preis oder eine Telefonnummer ändern sich. In jedem Fall muss der Inhalt (content) verwaltet (gemanagt) und nicht die allgemeine Form, das allgemeine Aussehen verändert werden. Es muss also ein Content-Management-System her, ein Inhaltsverwaltungssystem. Natürlich wollen Sie auch ein bisschen an der Form basteln: ein Wort oder Satz fett darstellen, ein Bild verschieben, aber mit der gesamten Struktur wollen Sie nichts zu tun haben.

Dies ist nun der Punkt, wo CMS auch für kleine Geschäftsseiten oder auch Privatseiten interessant werden. CMS residieren nämlich nicht beim Betreiber zu Hause oder auf dem Geschäftsrechner sondern auf dem Rechner des Providers und sind damit jederzeit von Ihrem Rechner oder von einem beliebigen anderen Rechner zugänglich. Natürlich muss der Umgang mit einem solchen System auch geübt werden, aber Sie müssen sich nicht mit der Installation und der Wartung Ihrer lokalen Editiersoftware (z. B. FrontPage oder GoLive) herumschlagen. Und ein Plattencrash kann sie nur noch kalt erwischen, wenn Sie Ihre Passwörter nicht im Kopf oder auf einem Zettel sondern auch auf der Platte hatten.