WPML vs. qtranslate

Nach allem, was ich so in den Foren gelesen habe, schien mir WPML zur Zeit das non plus ultra für mehrsprachige WordPress-Seiten zu sein. Ich habe also etwas in die Tasche gegriffen und es mir für ca. 61 € gekauft. Zu diesem Plugin gehört dann ein ganzes Bündel weiterer Plugins, die z. T. sehr wichtig sind wie das Übersetzen von Strings und deshalb eigentlich integriert sein sollten und einigen weniger wichtigen, die man nach Bedarf dazu installieren kann. Die Handhabung des Backoffice ist nicht ganz einfach, aber nach einiger Quälerei gelingt es. Die Gefahr ist z. B. recht groß, dass man Texte in der falschen Sprachumgebung eingibt und einiges mehr. Das Workflow für die Übersetzung ist recht übersichtlich und man sieht immer schnell, was angefangen und noch nicht abgeschlossen ist bzw. noch völlig unberührt ist.

Soweit so gut. Und ich kann mir vorstellen, dass viele mit diesem Plugin sehr zufrieden sind. Verstörend fand ich jedoch bald das Supportforum, dass zum einem schwer zu finden ist und darin zu suchen, schien mir gänzlich unmöglich zu sein. Ich habe verzichtet, darin meine Probleme abzusetzen. Doch dann geschah einiges, dass mir gänzlich die Laune verdarb: fatal errors an allen möglichen Stellen, die nichts mit WPML zu tun hatten, z. B. beim Bilder hochladen oder in der Dashboard-Homseite. Beides ohne direkte Konsequenzen, die Bilder waren trotzdem oben, die Seite arbeitete. Es war schnell klar, dass WPML mit einigen Plugins im Konflikt war, aber dies nicht in der gewöhnlichen Weise: Abschalten des verdächtigen Plugins und es geht, wieder Anschalten und es geht nicht mehr. So einfach war es nicht. Auch das Abschalten blieb mal ohne Wirkung oder wirkte sich an anderer Stelle fatal erratisch aus. Die Verzweiflung war grenzenlos. Ich war mir auch nie sicher, ob mein 2010-basiertes Theme Anteil an dem Chaos hatte, denn in der Liste der WPML-verifizierten Themes ist es nicht aufgeführt.

Mir blieb nichts anderes übrig, als die 30-Tage Rückgabeoption in Anspruch zu nehmen und hier muss ich sagen: das lief blitzschnell und ganz korrekt. Man versicherte mir dabei noch, dass Theme 2010 durchaus berücksichtigt und verifiziert ist.

Ich habe also zu qtranslate gegriffen. Hier habe ich allerdings nicht so viel Komfort gefunden: kein Workflow, kein Stringtranslate, Schwierigkeiten beim Übersetzen von Widgettiteln. Aber es ist stabil gegenüber allen anderen Plugins, die ich benutze und auch in Bezug auf das Theme. Die Übersichtlichkeit dürfte bis ca. 3 Sprachen gegeben sein, darüber hinaus sicher auch noch, aber dann dürfte WPML in Vorteil kommen.

Wer also vor dem Problem seiner ersten multilingualen Seite steht oder mit seiner jetzigen Situation nicht zufrieden ist, sollte zuerst nach qtranslate greifen.

One thought on “WPML vs. qtranslate

  1. Leider war das Unfug, den ich da über die Instabilität von WPML geschrieben habe. qTranslate zeigte bald ein ähnliches Verhalten: beim Hochladen der Bilder fatal error: out of memory. Es ist tatsächlich out of memory und zwar bei 1und1, sie versprechen 90MB und liefern nur 28MB. Beim Umstellen auf alfahosting lief alles einwandfrei. WPML konnte ich nun nicht mehr ausprobieren, da ich es zurückgegeben hatte, aber ich habe keine Zweifel, dass es auch einwandfrei gelaufen wäre.

Comments are closed.